Rhade will investieren - ZZ 25.02.2016

Rhade will investieren


Dorfladen-Projekt und Straßenendausbau im Baugebiet Rummeldeisbeek sind die größten Vorhaben
VON LUTZ HILKEN

RHADE. Die Gemeinde Rhade plant 2016 kräftig zu investieren. Die größten Brocken sind der Umbau des Volksbank-Gebäudes zu einem Dorfladen sowie der Endausbau der Straße im Baugebiet Rummeldeisbeek.

Um alles zu finanzieren, ist eine Kreditaufnahme von 600000 Euro einkalkuliert. Das Guthaben im „Sparstrumpf" sinkt in diesem Jahr voraussichtlich von 333000 auf etwa 146000 Euro.
Nach Beratungen im Verwal-tungs- und im Finanzausschuss hakten die Mitglieder des Gemeinderates die Positionen des Zahlenwerkes quasi im Schnelldurchlauf ab. Diskussionsbedarf gab es kaum. Bürgermeister Thomas Czekalla trug die Eckdaten vor. Danach weist der sogenannte Ergebnishaushalt ein Minus in Höhe von rund 80000 Euro aus, das mit Mitteln aus Rücklagen aufgefangen werden könne.
Für Repräsentationszwecke sind im Ergebnishaushalt 2300 Euro vorgesehen, wegen der Verabschiedung ausscheidender Ratsmitglieder nach der Kommunalwahl etwas mehr als im Vorjahr. Für Sitzungsgelder und Aufwandsentschädigungen, den Rat und die Verwaltung betreffend, stehen 13500 Euro bereit.
Die Gemeinde unterstützt weiterhin die Jugendarbeit der örtlichen Vereine und der Kirche, sie lässt sich ihre Kindertagesstätte einiges kosten, stellt 51000 Euro für die Unterhaltung der Gemeindestraßen und den Baumschnitt zur Verfügung, darunter auch Geld für eine Pflanzaktion im Rahmen der Dorfentwicklung.

Sprudelnde Einnahmen
Überdies erwartet die Gemeinde weiter sprudelnde Steuereinnahmen. Die Grundsteuereinnahmen belaufen sich insgesamt voraussichtlich auf 175 000 Euro, während die Gewerbesteuereinnahmen mit etwa 224000 Euro kalkuliert werden. Aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensund an der Umsatzsteuer rechnet die Kommune mit Einnahmen in Höhe von 425 000 Euro.
Von diesem Geld muss die Gemeinde die Gewerbesteuerumlage (rund 41000 Euro), die Kreisumlage (363 000 Euro) und die Samtgemeindeumlage (295 000) Euro abführen. Letztlich rechnet die Kommune aktuell im Ergebnishaushalt mit einem Minus von besagten 80000 Euro. Da das Vorjahresergebnis wohl deutlich positiver als erwartet ausfällt und sich auf den diesjährigen Etat auswirkt, dürfte die Lage am Ende angesichts vorsichtiger Haushaltsführung besser ausfallen.
Zu den Investitionen: Vor allem der Erwerb des Volksbank-Gebäudes und der dann geplante Umbau eines Teilbereiches desselben zum Dorfladen, schlägt nach Abzug der Zuschüsse letztlich mit einem Defizit von rund 250000 Euro zu Buche. 2017 soll der An- und Umbau des Feuerwehrhauses in Rhadereistedt folgen. Der inzwischen gesperrte Rutschenturm auf dem Spielplatz des Kindergartens muss erneuert werden. Veranschlagte Kosten bisher: 16000 Euro.
Der Endausbau im Baugebiet Rummeldeisbeek wird den Etat in diesem Jahr mit etwa 215 000 Euro belasten, der Ausbau der Straße am Steg steht am Ende wohl mit einem Zuschussbedarf von 112000 Euro im Haushaltsplan. Insgesamt schließt der Investitionshaushalt mit einem Zuschussbedarf von rund 636000 Euro. Von einer Anhebung der Steuersätze war während der Sitzung keine Rede.
Der Rat stimmte dem Entwurf des Zahlenwerkes einhellig zu, ebenso dem Investitionsprogramm für die Jahre bis 2019. (lh, ZZ 25.02.2016)