Horn aus Trichter und Schlauch - 05.07.2013

Horn aus Trichter und Schlauch - 05.07.2013

 

Horn aus Trichter und Schlauch

Rhadereistedt. Vorsichtig rollt Herbert Tietjen ein Stück Gartenschlauch zusammen, fixiert es mit Kreppband und setzt einen Trichter auf das eine Ende. Auf das andere steckt er ein Mundstück und bläst kräftig hinein: „Hase ist tot“, lautet das Signal. Ist er nicht, vielmehr zeigt der Rhader Hegeringleiter aufmerksamen Kindern, wie sich mit einfachen Mitteln ein Horn bauen lässt. Lutz Hilken

 

Mitten in einem Waldstück bei Rhadereistedt spielt sich diese Szene ab. Denn dorthin haben die Organisatorinnen des Ferienspaßes für Kinder aus Rhade und Rhadereistedt ihre jüngste Aktion verlegt.
Für „Spiel und Spaß im Wald“ hatten die Mütter beim Hegering um Unterstützung geworben. Der ließ sich nicht lange bitten. „Wir nehmen jede Gelegenheit wahr, um Kindern die Natur nahe zu bringen“, sagt der Rhader Hegeringleiter Herbert Tietjen.
Gleich mehrere Waidmänner sind gern dabei, als es darum geht, den über 40 Mädchen und Jungen Wissenswertes über die Natur und den Umgang mit derselben zu vermitteln.
Verteilt auf sieben Stationen absolvieren die in Gruppen aufgeteilten Kinder einen Rundkurs, der sie eine ordentliche Strecke durch den Wald führt. Da steht etwa das Info-Mobil der Jägerschaft Zeven mit seinen vielen Präparaten. Waidmann Helmut Harms zeigt den Kindern die verschiedenen Wildtiere, die in der hiesigen Region zu finden sind.
An anderer Stelle wartet Hans-Jürgen Meyer auf die jungen Besucher, um ihnen Baumarten vorzustellen. So erfahren die kleinen Zuhörer Wissenswertes über Eigenarten von Nadel- und Laubbäumen. Cord Blanken führt die Kinder auf einen Hochsitz und lässt sie im Wald versteckte Tiere entdecken.
Welche Inhalte sich in einer Fühlkiste befinden, das dürfen die Teilnehmer der Ferienspaß-Aktion vorsichtig ertasten. Bei Lars Kriete betreten die Kinder ein kleines abgesperrtes Gebiet und benennen hier vom Fliegenpilz über einen Frosch bis zum Geweih so einiges, was in einem Waldgebiet zu finden ist.
Was dort absolut nicht hineingehört, das demonstriert einige hundert Meter weiter Luca Simanik. Von einer Flasche bis zu sonstigem Unrat finden die Kinder einiges heraus. Außerdem bestimmen sie Bäume und achten auf Spuren von Tieren, um nur einige Beispiele zu nennen.

„Auch wir lernen etwas dazu“, bekennt eine Mutter, die eine der Gruppen begleitet. Im Start- und Zielbereich gibt es viel zu erzählen, reichlich zu essen und zu trinken. Die nächste Ferienspaß-Aktion ist für den 17. Juli vorgesehen. Dann sollen im Rhadereistedter Schützenhaus Kochlöffel-Thermometer gebaut werden.
lh, ZZ-Artikel vom 05.07.13