Ein Rückgrat der Dorfkultur, Zevener Zeitung vom 24.01.2017

Ein Rückgrat der Dorfkultur, Zevener Zeitung vom 24.01.2017

Feuerwehr Rhade leistet mehr als 500 Arbeitsstunden für den Dienst am Mitmenschen
Von Frauke Hellwig

rhade. Einmal im Jahr blicken die Feuerwehrleute aus Rhade auf Einsätze, Übungen, Veranstaltungen und Fortbildungen zurück. Bei der Mitgliederversammlung sind zudem Vorstandsposten neu besetzt, langjährige Aktive befördert und geehrt worden.
Ortsbrandmeister Michael Otten lenkte den Blick zunächst auf die Einsätze des vergangenen Jahres. Neben glimpflich abgelaufenen Bränden waren die Feuerwehrleute auch bei Hilfeleistungen, insbesondere Türöffnungen, Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen und auslaufenden Betriebsstoffen oder auch bei Güllespuren auf Straßen im Einsatz.
Die Feuerwehrleute haben darüber hinaus Übungen und außerordentliche Dienste absolviert, die sie zu einer Fluchtübung in ein Hotel führte, das als Flüchtlingsunterkunft dient, um dort das Verhalten im Notfall mit den Bewohnern zu üben. Die Brandschützer hatten mit der Beseitigung von Sturmschäden zu tun, haben Laternenumzüge abgesichert und Veranstaltungen durchgeführt, Altpapier und Altkleider gesammelt. „Insgesamt habe ich 81 Einträge im Dienstbuch gezählt und dabei 534 Arbeitsstunden ausgerechnet“, erläuterte Otten. Dabei gab es laut des Sicherheitsbeauftragten Joachim Brede-höft keine Zwischenfälle, keine Unfälle und keine Verletzten auf Seiten der Feuerwehr.

Jugendfeuerwehr gegründet
Die Rhader Brandschützer sind glücklich über zwei Aktive, die das Team 2016 ergänzt haben. „Ich hoffe, es werden in diesem Jahr wieder mehr“, so Michael Ötten. Die Saat dafür ist gelegt, denn 2016 gründeten die Brandschützer eine Jugendfeuerwehr.
Milan Steffens berichtete von den Anfängen und malte ein positives Zukunftsbild, denn Jugendfeuerwehren seien der größte Anbieter von sinnvoller Beschäftigung für Jugendliche. „Wir halten damit das gesellschaftliche Leben aufrecht“, führte der Jugendfeuerwehrwart aus. 14 Kinder und Jugendliche sind derzeit aktiv.
Für die Feuerwehr Rhade hieß es auch, Ämter im Vorstand zu besetzen. Gerätewart Kersten Müller und sein Stellvertreter Janek Schäfer sowie der Sicherheitsbeauftragte Joachim Brede-höft wurden einstimmig wiedergewählt, während Lena Harms die Nachfolge von Schriftwartin Lea Müller übernahm. Atemschutzbeauftragter wurde Sascha Schäfer.
Bürgermeister Dr. Marco Mohrmann zeigte sich beeindruckt von der jungen, aktiven Feuerwehr und den vielen freiwillig geleisteten Einsatzstunden. „Vereine sind das Rückgrat der Dorfkultur, dafür brauchen wir Menschen, die anpacken, damit die Dörfer ein attraktives Umfeld behalten,“ Dabei blickte er vor allem mit Stolz auf die jüngst gegründete Jugendfeuerwehr.
Auch Pastor Andreas Beneke sprach einige Grußworte und hob die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Feuerwehr hervor. DRK-Ortsvereinsvorsitzende Claudia Oerding betonte, dass in dem Raum viele kleine und große Helden sitzen. Alle dürfte wohl ein Wunsch einen: Dass den Brandschützern ein Jahr ohne ernsthafte Einsätze und ein Jahr ohne Unfälle im Dienst und im Einsatz bevorsteht. ZZ 24.01.2017