Bürger zeigen großes Interesse am Dorfladen-Projekt - ZZ 05.10.2013

Bürger zeigen großes Interesse am Dorfladen-Projekt - ZZ 05.10.2013

 

 

Bürger zeigen großes Interesse am Dorfladen-Projekt

Machbarkeitsstudie zum Vorhaben in Rhade: Hohe Rücklaufquote erfreut die Initiatoren Einwohnerversammlung Ende Oktober

RHADE. Das geplante Dorfladen-Projekt in Rhade stößt auf großes Interesse in der Bevölkerung. 62 Prozent der Bürger aus Rhade und Rhadereistedt beteiligten sich an einer Umfrage zu ihrem Einkaufsverhalten. Das ergab eine erste Auswertung von 258 Antwortbögen, die das Dorfladen-Netzwerk vorgenommen hat.


68 Einwohner beabsichtigen laut Umfrage, dass sie einen neuen Dorfladen mit einer Kapital-Beteiligung unterstützen würden. 62 Bürger seien noch unentschlossen. 


„Die Rücklauf-Quote ist mit 62 Prozent ausgesprochen hoch. Durchschnittlich sind Rücklauf-Quoten zwischen 25 und 35 Prozent. Höhere Werte sind nur durch engagierte Arbeitskreis-Mitglieder erreichbar“, betonte Unternehmensberater Wolfgang Groll. „Das ist ein positives Signal aus Rhade und Rhadereistedt und zeigt, dass sich viele aktive Bürger für die Zukunft der eigenen Heimatgemeinde nach dem Leitbild ,Eigeninitiative statt Unterversorgung´ engagieren wollen“, freut sich auch Günter Lühning aus Otersen als Sprecher des Dorfladen-Netzwerkes über einen guten Start in der Gemeinde Rhade.


Ende Oktober wird in Rhade eine weitere Bürgerversammlung stattfinden, bei der Günter Lühning nach detaillierterer Auswertung die Ergebnisse der Bürgerbefragung vorstellen wird. Geplant ist auch ein Bericht über erste Erkenntnisse zu der von der Gemeinde Rhade beauftragten Machbarkeitsstudie.

Hintergrund: Bis zum 16. September lief in der Gemeinde Rhade? die schriftliche Bürger-Befragung, auf deren Basis die Machbarkeitsstudie von Wolfgang Groll und Günter Lühning aus Otersen erstellt wird.

Fünf nachträglich eingegangene Antwortbögen werden zusätzlich berücksichtigt, betonen die Macher. Auf Einladung von Bürgermeister Thomas Czekalla kam inzwischen Landrat Hermann Luttmann nach Rhade, um sich ein Bild vom geplanten Dorf-Treff zu machen. Der im Treff geplante Dorfladen soll von einem wirtschaftlichen Verein, einer Art Genossenschaft, betrieben werden, den der Landrat jedoch vorher genehmigen muss. Hermann Luttmann habe den Beteiligten Mut gemacht. „Er ging davon aus, dass nach Prüfung der vorliegenden Verhältnisse einer Genehmigung nichts im Wege steht“, heißt es in einem Schreibender Rhader Initiative.

Die Arbeitsgruppe stellte die zusätzlich geplante, zukünftige Nutzung des ehemaligen „Jägerhauses“ im Sinne eines Mehrgenerationenhauses vor, mit einem Versammlungsraum, abteilbarem Saal, Jugendraum und sanitären Einrichtungen. „Aus Sicht vom Landrat wäre es schön, wenn das Projekt ,Mehrgenerationenhaus‘ umgesetzt werden könnte“, berichtet die Initiative.

Zeitgleich zur Machbarkeitsstudie findet die Planung einer Ladeneinrichtung mit Kosten durch den zukünftigen Hauptlieferanten auf Basis des aktuellen Grundrisses statt. Zudem werden die' Kosten der Sanierung für Umbau-und Renovierungsarbeiten ermittelt und ein Finanzierungskonzept entwickelt. (Ih) ZZ 05.10.2013