Auf dem Weg zum Dorfladen - ZZ 16.08.2013

Auf dem Weg zum Dorfladen - ZZ 16.08.2013

 

Auf dem Weg zum Dorfladen


Rhade. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Dorfladen in Rhade ist getan. Der Gemeinderat hat am Mittwochabend bei drei Enthaltungen befürwortet, die Kosten für eine Machbarkeitsstudie zu übernehmen. Die dafür erforderlichen rund 7000 Euro wird die Kommune außerplanmäßig im Haushalt bereit stellen. Lutz Hilken


Im ehemaligen Gasthof „Jägerhaus“ möchten Rhader Bürger einen Dorftreff etablieren. Mitten im Ort, direkt gegenüber der Kirche. Bestandteil dessen ist ein Dorfladen. Das sieht die aktuelle Planung vor.

Voraussetzung für das Beantragen von Zuschüssen aber ist eine Machbarkeitsstudie. Diese soll Aufschluss darüber geben, ob sich ein solcher Laden rechnen könnte oder ob das Vorhaben voraussichtlich zum Scheitern verurteilt wäre.

Bürgermeister Thomas Czekalla warb im Gemeinderat für diese Studie, zumal es auch für Bürger wichtig sei zu wissen, ob sich eine Investition ihrerseits lohnen könnte. „Wenn es nicht aufgeht, ist es keinem Bürger zuzumuten, hier Geld zu investieren.“

Der Ausgang der Studie ist also offen. Ohne eine solche Analyse aber könnten keine Förderanträge gestellt werden, das machte Ratsherr Walther Viebrock aus Rhadereistedt deutlich. Und ohne Zuschüsse, so hieß es zwischen den Zeilen, müsse das Dorfladen-Projekt wohl gestoppt werden, weil es dann nicht zu finanzieren wäre. Mit anderen Worten: Das Geld für die Studie ist erforderlich, will man das Projekt vorantreiben.

Ratsherr Fred Bollmeier erwähnte ein Gespräch, das am Mittwochnachmittag, wenige Stunden vor der Gemeinderatssitzung, zwischen drei Ratsmitgliedern, sieben Repräsentanten des Arbeitskreises Zukunft Rhade, dem Vertreter eines potenziellen großen Lieferanten und Günter Lühning, dem 1. Vorsitzenden des erfolgreichen Dorfladens Otersen, stattgefunden hatte. Die Belieferung und Ladenplanung gehörten zu den Themen.

„Das hörte sich positiv an“, verdeutlichte Fred Bollmeier dem Gemeinderat. Er ist daher optimistisch in Bezug auf den Ausgang der Studie. Zwar waren am Ende nicht alle Ratsmitglieder restlos davon überzeugt, Geld für die Machbarkeitsstudie bereit zu stellen, doch enthielten sich die Zweifler der Stimme. Der Rest votierte für die außerplanmäßigen Kosten, so dass mit dem Vorhaben in Kürze begonnen wird. Unter anderem ist eine Bürgerbefragung in Rhade und Rhadereistedt vorgesehen.

Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie solle möglichst schnell vorliegen, erklärte Thomas Czekalla gestern auf Anfrage. Spätestens Mitte Oktober, womöglich bereits im September, rechnet er mit Resultaten. Der Bürgermeister wirbt dafür, die demnächst an die Haushalte gehenden Fragebögen detailliert auszufüllen und zurückzugeben, um sie auswerten und Schlüsse ziehen zu können. ZZ Artikel vom 16.08.13