290 PS unter der Haube - ZZ 19.08.2013

290 PS unter der Haube - ZZ 19.08.2013

 

RHADE. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür hat am Sonnabendnachmittag in Rhade die offizielle Schlüsselübergabe des neuen Tanklöschfahrzeuges der Freiwilligen Feuerwehr Rhade stattgefunden. Neben zahlreichen Gästen hatten sich auch viele Feuerwehrfunktionsträger und Vertreter von Politik und Kirche zu diesem feierlichen Akt am Feuerwehrhaus eingefunden. Saskia Harscher

„Ihr lasst im Notfall alles stehen und liegen und geht für uns sprichwörtlich durchs Feuer“, würdigte Samtgemeindebürgermeister Hans-Hinrich Pape das ehrenamtliche Engagement der Kameraden der Ortsfeuerwehr Rhade. Mut, Technikverständnis und eine gute Ausbildung der Feuerwehrleute seien Voraussetzung dafür, Menschen in Not schnellstmöglich und effektiv helfen zu können, so Pape.

Mindestens ebenso wichtig hierfür seien aber auch Gerätschaften und Fahrzeuge, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen, fügte der Samtgemeindebürgermeister an. Und auch wenn die Kosten von knapp 200 000 Euro für das neue 290 PS starke Tanklöschfahrzeug, das STLF 20/25, kein Pappenstiel seien, so sei diese Anschaffung – auch mit Blick auf die Zukunft – eine gute Entscheidung gewesen. Der Verwaltungschef fügt an, dass mit dieser Investition auch das deutliche Signal verbunden sei, dass Rat und Verwaltung fest hinter ihren Freiwilligen Feuerwehren stünden.

Als Stützpunktfeuerwehr rücken die derzeit 34 aktiven Rhader Brandschützer häufig aus, allein in diesem Jahr hatten sie bisher 32 Einsätze. Hilfseinsätze stünden dabei an erster Stelle, berichtete Ortsbrandmeister Alfred Haaf. Wie ein Hilfseinsatz bei einem Verkehrsunfall abläuft, zeigten die Feuerwehrleute Volker Tietjen, Sascha Meier und Jannik Schäfer während einer Bergungsdemonstration. Scheinbar mühelos und wie durch Butter glitt die hydraulische Rettungsschere durch die Karosserie des ausrangierten Ford Mondeos. Mit einer Schneidkraft von 107 Tonnen, trennten die Kameraden mit der Schere schnell die Säulen des Fahrzeugs auseinander, entfernten Seitentüren und Dach, um Platz für die Bergung zu schaffen. Denn: „Je schneller wir arbeiten, umso mehr Zeit gewinnen wir für den Verletzten“, erklärte der Ortsbrandmeister. Haaf zeigte sich anlässlich der vielen Besucher der Veranstaltung begeistert: „Ich bin überwältigt, dass das Dorf uns so gut annimmt. Das zeigt uns, das die Menschen unsere Arbeit wertschätzen.“ ZZ-Artikel vom 19.08.13

 

Samtgemeindebürgermeister Hans-Hinrich Pape (Mitte) lobte die gute Arbeit der Rhader Brandschützer und erläuterte technische Details des neuen Fahrzeuges. Mit auf dem Bild zu sehen sind der Rhader Bürgemeister Thomas Czekalla, Gemeindebrandmeister Helmut Reitmann sowie Ortsbrandmeister Alfred Haaf und sein Stellvertreter Michael Otten. Fotos: Harscher

 

Zu Demonstrationszwecken haben die Rhader Brandschützer ein ausrangiertes Auto zerlegt. Sie entfernten Seitentüren und Dach, um zu zeigen, wie ein Verletzter im Ernstfall geborgen wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eindrücke von der Übergabe des Fahrzeugs und vom Tag der offenen Tür findet Ihr in der Fotogalerie!

 

 

 

 

Die technischen Daten des Staffellöschfahrzeugs 20/25 (Kurz StLF 20/25):

Hersteller Fahrgestell: MAN Standartstaffelkabine

Leistung: 290 PS

Antrieb: Allrad, Singelbereifung

Fahrzeughöhe: 3,30 Meter

Gewicht: 14,1 Tonnen

Aufbau: Schlingmann

Einsatzzweck: Erstausrückendes Fahrzeug bei Brandeinsätzen.

Besatzung: eine Staffel, Fahrzeugführer + Mannschaft 1 + 5 = 6 Personen

Löschmittelvorrat: 3000 Liter Wasser und 120 Liter Mehrbereichsschaumittel zum Herstellen von Luftschaum

Weitere Beladung: 4 Atemschutzgeräte, davon 2 im Mannschaftsraum, damit sich der Angriffstrupp auf der Anfahrt bereits mit Atemschutz ausrüsten kann, 4 Handsprechfunkgeräte, 400 Meter B- Schlauch, 180 Meter C- Schlauch, 1 Schnellangriff( 2 x C 42 Schlauch) mit Hohlstrahlrohr, 2 Hohlstrahlrohre für den Innenangriff, 75 Meter D- Schlauch um bei Einsätzen m Moor leichter vorgehen zu können, sowie eine Löschlanze für Torfbrände, Schaumausrüstung, Zumischer z 4. Kombinationsschaumrohr M4, Ölbindemittel, Heumessonde, Mobiltelefon, Infrarotthermometer, 4- Teilige Steckleiter, Beleuchtungsmast

Dieses Fahrzeug ersetzt ein 39 Jahre altes TLF 16/25