Rhader Friedhof wird zum Ort der Begegnung,

08.10.2020 00:00

Gemeinderat stimmt Plänen für die Neugestaltung geschlossen zu – Förderantrag muss bis Mitte Oktober gestellt sein

Friedhöfe auf den Dörfern seien Orte der Begegnung – insbesondere für die älteren Menschen, weiß Dr. Marco Mohrmann. Daher sei es wichtig und richtig, führte der Bürgermeister während der jüngsten Sitzung des Rates im Rhader Dorftreff aus, die beiden Friedhöfe in der Gemeinde zu verschönern. Eine Arbeitsgruppe befasst sich seit Monaten damit, Wünschenswertes und Erforderliches in Einklang zu bringen und gemeinsam mit Planerin Christiane Stoffers vom Büro „Mensch und Region“ zu konkretisieren. Diese Arbeit ist abgeschlossen. Mohrmanns Stellvertreter, Fred Bollmeier, betonte während der Ratssitzung, an der etwa ein Dutzend Bürger teilnahm, dass der Antrag auf Förderung des Vorhabens bis zum 15. Oktober beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) vorliegen muss. Die Gemeinde erhofft sich im Rahmen der Verbunddorferneuerung erkleckliche Zuschüsse für das Projekt.

Namens der Arbeitsgruppe stellte Ratsherr Thomas Brunckhorst die Planung vor: So ist vorgesehen, sich zunächst auf den Rhader Friedhof zu konzentrieren und das Vorhaben Rhadereistedt zurückzustellen. In Rhade sollen die beiden Hauptwege gepflastert werden. Die Stolperfallen sollen verschwinden. Auf der Rasenfläche neben dem Haupteingang will die Arbeitsgruppe Bäume pflanzen. Der breite Hauptweg vom Eingang aus soll eine Allee werden. Dort sind auch Sitzbänke vorgesehen. Zudem soll eine Blühwiese angelegt werden.

Die seitlich abzweigenden schmaleren Wege sind laut Planung neu einzufassen und mit Granulat zu befestigen. Auch an die Beleuchtung haben die Arbeitsgruppenmitglieder gedacht. Neue Lampen sollen für eine bessere Ausleuchtung sorgen. Überdies ist vorgesehen, die Wasserstellen zu erneuern. Die alten Fahrradständer werden ebenfalls mit neuen Exemplaren ersetzt.

Vor dem Eingang zum Friedhof wird ebenso Hand angelegt. Auf der einen Hälfte des Parkplatzes, wo das Pflaster von Wurzeln arg verdrückt ist, werden die Steine aufgenommen. Der Bereich wird nicht erneut gepflastert, sondern mit Granulat befestigt. Um den Unterhaltungsaufwand und damit die Unterhaltungskosten für den Friedhof zu verringern, sollen die an die Gemeinde zurückgegebenen Grabflächen begrünt werden – beispielsweise mit  Bodendeckern. „Derzeit sind es 28 Flächen und es werden mehr“, führte Brunckhorst aus.

Die Kosten für das erarbeitete Konzept belaufen sich auf 204 000 Euro. Abzüglich eines Zuschusses von 63 Prozent bleiben der Gemeinde Ausgaben von rund 75 000 Euro. Dieser Planung stimmte der Rat geschlossen zu und beschloss, den Förderantrag zu stellen. (tk)

 

ZZ vom 8.10.2020