Rat senkt Gebühren für Angebote, Schulkindbetreuung

20.01.2022 00:00

Der Sozialausschuss der Gemeinde Rhade befasste sich mit den Gebühren für die Kinderkrippe. Hier gebe es einen Mangel an Schlafplätzen, sagte Vorsitzende Raphaela Vink am Montagabend bei der Ratssitzung. Es gebe zwar laut Gesetz keine Pflicht, Schlafplätze für Krippenkinder bereitzustellen, weil Rhade keine Ganztagskrippe ist. „Wir haben eine Betreuungszeit von 30 Wochenstunden. Die macht es nicht erforderlich, dass wir Schlafplätze anbieten.“

Nichtsdestotrotz würden kleine Kinder, die von 7.30 bis 14 Uhr in der Krippe betreut werden, irgendwann müde und schlafen gelegt. Die Möglichkeiten seien jedoch begrenzt. Darum beantragte Raphaela Vink bis zu einer dauerhaften Lösung, „dass Eltern, deren Kinder keinen Schlafplatz bekommen“, 50 Euro der monatlich zu zahlenden Gebühr pauschal erstattet werden. Das löse nicht das Schlafproblem, sende aber ein Signal an die Eltern, dass die Gemeinde das Problem erkannt hat. Die Erstattung gelte für Kinder, die 22,5 Stunden wöchentlich betreut werden. Der Rat stimmte zu.

Ein weiterer Punkt ist die nachmittägliche Schulkindbetreuung im Kindergarten. 116 Euro für die fünftägige wöchentliche beziehungsweise 56 Euro für zweimalige wöchentliche Nutzung seien monatlich zu entrichten. Acht Kinder haben das Angebot anfangs in Anspruch genommen, nach Schulschluss ab 12.30 Uhr im Kindergarten betreut zu werden. Doch die Resonanz lässt nach. Die Gemeinde zahle knapp 10 000 Euro jährlich für das Angebot, „im Moment für nur drei Kinder“, so Raphaela Vink. „Das ist zu wenig.“ Ab Februar werde die Schulkindbetreuung an die Grundschule verlegt.

Die Gebühr solle nun pro Kind und Monat pauschal auf 50 Euro für zehn Stunden wöchentliche Betreuung gesenkt werden. Die Satzung müsse entsprechend geändert werden. „Das ist die letzte Chance für dieses Modell.“ Wenn der Bedarf bis Mai nicht deutlich über fünf Kinder steige, solle es aus Kostengründen enden. Das befürwortete der Rat.

(Zevener Zeitung vom 20.01.2022)