Pflege von Wirtschaftswegen

01.12.2020 00:00

Der Rhader Rat befasst sich mit Pflege von Wirtschaftswegen: Gemeinde will Seitenräume zurückschneiden

Die Pflege von Wirtschaftswegen und des Grüns neben den Strecken ist ein Thema, das den Rhader Gemeinderat immer mal wieder beschäftigt. Der Bau- und Wegerausschuss hatte die Wege und deren Grün in den Seitenräumen in Augenschein genommen. Und dabei wurde deutlich, dass es Nachholbedarf beim Rückschnitt gibt, damit auch große landwirtschaftliche Fahrzeuge die Wege weiter reibungslos befahren können. Andere Wege sind glatt gezogen und problemlos befahrbar für landwirtschaftliche und andere Gefährte.

Jetzt befasste sich der Gemeinderat noch mal mit dem Grün. Bürgermeister Marco Mohrmann gab zunächst bekannt, dass die Gemeinde für die Unterhaltung der Wirtschaftswege in diesem Jahr 10 000 Euro mehr als die ursprünglich bereits veranschlagten 10 000 Euro benötige. Schon im Mai waren überplanmäßig 2500 Euro bewilligt worden. Davon stünden noch rund 500 Euro zur Verfügung. Allerdings bestehe laut Mohrmann weiterer „dringender Bedarf“ in Sachen Pflegemaßnahmen an Wirtschaftswegen. Dafür reichten die bisher kalkulierten Summen bei Weitem nicht aus. Das betreffe vor allem Bereiche im Rhader Königsmoor und einen Querweg im selbigen, erläuterte der Bürgermeister.

Die Mehrausgaben seien gedeckt, weil sich die Jagdgenossenschaft an den Kosten beteiligt und sich bei der Straßenunterhaltung Einsparungen ergäben. Der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss habe die zusätzliche Ausgabe genehmigt. Der Bürgermeister erinnerte sodann an eine Bereisung des Bau- und Wegeausschusses durch die Gemarkungen Rhade und Rhadereistedt: „Wir haben uns eine ganze Reihe von Wegen angeschaut und festgestellt, dass wir einiges an Bedarf haben, was gemacht werden muss.“

Was noch offen sei, sei etwa ein etwa 40 Meter langer Längsriss am Fahrradweg in Höhe der Rhader Reithalle, der beseitigt werden müsse. In Flötenkiel  drückten Baumwurzeln den Bitumen der Straße hoch. Zudem müsse ein Weg an einer Biogasanlage in Richtung Glinstedt ausgebessert und das dortige Grün zurückgeschnitten werden. An der Straße In den Wiesen gelte es, zwei Birken zu fällen.

Löcher auf Wirtschaftswegen

Der Form halber beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass künftig Ratsherr Peter Braasch statt Ratsherr Maik Schmidt – aus zeitlichen Gründen – zuständig dafür ist, wer wann welche Büsche und Bäume auf Gemeindegrund in Rhadereistedt zurückschneiden oder fällen darf. Ratsherr Thomas Brunckhorst ist dafür nach wie vor in Rhade zuständig. Was die Wirtschaftswege betrifft, betonte Marco Mohrmann, dass unbedingt die zum Teil hochstehenden Platten am Weg beim Baggersee ausgebessert werden müssen, „bevor sich jemand dort sein Auto kaputt fährt“. Zudem müssten Löcher an verschiedenen Wirtschaftswegen ausgebessert werden.

Die größere Aufgabe aber sei es, an einer Reihe von Wegen das Grün im Seitenraum zurückzuschneiden. In einem Fall sei ein Wirtschaftsweg „hinter Glinsmann/Tietjen bereits über 1,5 Meter nach rechts gewandert, weil von links der Busch so weit rübergewachsen ist, dass der alte Weg nicht mehr  genutzt werden kann“. In dem Bereich müsse die Gemeinde das Grün nicht nur zurückschneiden, sondern zum Teil müssten Bäume „weggekniffen“  werden, wie es der Bürgermeister formulierte.

Im Königsmoor und an einzelnen weiteren Strecken könne das Grün an einem Weg mit einer vertikalen Kreissäge bearbeitet werden. Das solle über den Winter geschehen. Werde das alles auch im Etat berücksichtigt, habe die Gemeinde in Rhade „eine ganze Menge geschafft“, so Mohrmann. „Es liegt  dringend an, manche Dinge sind wirklich überfällig“.

Ratsherr Olaf Wendelken regte das „Pilgerschrittverfahren“ für den Rückschnitt an, damit es nicht gerade wie bei einer Wand aussieht, „sondern manchmal  ein bisschen weiter zurückgeht, damit man in den Folgejahren Luft hat und es nachwachsen kann“. Manchmal könne das Grün „auf den Stock gesetzt  werden, damit ein gewisses Bild entsteht und nicht alles irgendwann radikal aussieht“, sondern abwechslungsreich.

„Kataster anlegen“

Hier zeigte sich der Bürgermeister offen. Wichtig sei ihm jedoch, dass die Wege frei seien. Ratsherr Thomas Brunckhorst verdeutlichte, Rhade habe rund  50 Kilometer Landschaftswege, also müssten beidseitig gut 100 Kilometer Strecke beschnitten werden. Er regte an, ein Kataster anzulegen, damit deutlich  werde, welcher Weg in welchem Jahr zu pflegen sei und „wir da mal ein System reinkriegen“. Denn: „Es sind Wirtschaftswege und die müssen entsprechend hergerichtet werden.“ Bei einer Enthaltung von Helmut Plötz stimmte der Rat schließlich einstimmig dafür, in diesem Winter den Rückschnitt  voranzutreiben.

 

An manchen Wirtschaftswegen will die Gemeinde Rhade das Grün im Seitenraum im Winter zurückschneiden lassen, damit
insbesondere große landwirtschaftliche Gefährte hier schadlos passieren können.Foto Hilken

 

Zevener Zeitung vom 01.12.2020