Kommunikation stärken durch Dorf-App

27.04.2021 00:00

Rhade. Wie kann man die Kommunikation unter den Einwohnerinnen und Einwohnern der Gemeinde Rhade verbessern und für eine schnelle Weiterleitung von Informationen unabhängig von Facebook und Co. sorgen? Damit hat sich der Rhader Gemeinderat ausführlich auseinandergesetzt und beschlossen, dass eine Dorf-App eingerichtet wird.

Diese wird als Kommunikations- und Informationsplattform zur Entlastung des Gemeindesekretariats betrieben. Weitere Freiwillige sollen als Administratoren und Moderatoren gewonnen werden. Ratsherr Olaf Wendelken hatte den Antrag eingebracht und erläuterte, dass nicht jeder die bekannten Messenger-Dienste und social-media-Plattformen auf seinem Smartphone installieren wolle. Abhilfe könnte das Angebot nebenan.de leisten. „So eine Plattform bietet für alle Gruppen unserer Gemeinde viele Vorteile“, so Wendelken. So könne durch ein lokales Netzwerk das Zusammengehörigkeitsgefühl durch das Anbieten von Hilfe wie Babysitting oder das Ausleihen von Werkzeugen gestärkt werden und sich die Menschen auch besser kennen, wenn sie beispielsweise neu zugezogen sind.

 

Vereinsamung vorbeugen

Damit würde man steigender Anonymisierung und Vereinsamung vorbeugen. Hinzu kommen Möglichkeiten, Vereine einzubeziehen und das soziale Engagement zu stärken, wie Wendelken weiter ausführte. Ratsfrau Raphaela Vink sieht das auch so: „Die Menschen kommen seit Corona noch weniger zusammen, ohnehin findet der Klönschnack im Dorf nicht mehr wie früher statt, ich würde so eine Möglichkeit begrüßen, neue Wege in der Kommunikation auszuprobieren.“

Bürgermeister Marco Mohrmann sieht den Vorteil insbesondere im „direkten Informationsfluss an die Bürgerinnen und Bürger“, so könne die Gemeinde selber durch die Kommunikation von Anliegen wie zum Beispiel geplanten Bauprojekten oder der Ankündigung von Veranstaltungen die Beteiligung der Bürger steigern. Die jährlichen Kosten werden mit maximal 1000 Euro avisiert. Der Antrag stieß im gesamten Rat wie auch bei Gästen der Ratssitzung auf Zustimmung und wurde einstimmig beschlossen.

 

Zevener Zeitung vom 27.04.2021