Wirtschafts weg wird zum Biotop - Rhader Ratsherren wollen Büsche und Bäume pflanzen - ZZ 14.10.2016

Wirtschafts weg wird zum Biotop - Rhader Ratsherren wollen Büsche und Bäume pflanzen - ZZ 14.10.2016

Wirtschafts weg wird zum Biotop

Rhader Ratsherren wollen Büsche und Bäume pflanzen - Bürgermeister Czekalla verabschiedet ausscheidende Mitglieder


Von Thorsten Kratzmann

Rhade. Letztmals kamen jetzt, knapp fünf Wochen nach der Kommunalwahl, die Mitglieder des Rates der Gemeinde Rhade zu einer Sitzung zusammen. Sie fassten Beschlüsse und nahmen die Zusammenkunft zum Anlass, um die ausscheidenen Mitglieder in würdigem Rahmen zu verabschieden. Auch für Bürgermeister Thomas Czekalla war es die letzte Amtshandlung.
So oblag es dem Rat, einen Wirtschaftsweg aufzuheben. „Achter den Eschen“ werde von den Landwirten als Anlieger nicht mehr zwingend gebraucht, um mit dem Trecker auf den Acker zu gelangen. Sie haben „Achter den Eschen“ schon seit etlichen Jahren nicht mehr befahren.

Mit der einstimmig beschlossenen Aufhebung macht der Gemeinderat den Weg frei, damit dort Anpflanzungen vorgenommen werden können. In der Dorferneuerungsplanung „Selsingen Südgemeinden“ ist für Rhade vorgesehen, aus dem Weg ein Biotop zu machen.

„Die Anlieger sind mit der Aufhebung des Weges einverstanden“, sagt Bürgermeister Czekalla. Vorgesehen sei, in Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Jägerschaft auf rund 600 Me-
tern Länge Büsche und 50 Bäume Büsche anzupflanzen. Der Weg ist sechs Meter breit.

Von einem weiteren Beschluss, der während der Sitzung gefällt wurde, werden die Mitglieder des neuen Rates profitieren. Die seit 1996 nicht angepassten Sitzungsgelder werden jetzt angehoben. Statt bislang 25 Euro pro Sitzung erhalten die Ratsmitglieder fortan 35 Euro. Die Verdienstausfall-Entschädigüng erhöht sich von 8 auf 10 Euro - in Zeiten des gesetzlichen Mindestlohns quasi zwingend.

Eine förmliche Zustimmung des Gemeinderates ist zudem erforderlich, um die Zevener Volksbank als Mieter des von ihr an die Gemeinde verkauften Bankgebäudes in Rhade zu akzeptieren. Der Rat billigte geschlossen die Aufstellung von Bankautomaten und den Abschluss eines Mietvertrages mit der Volksbank. Gleiches gilt für die Verwendung des im vergangenen Jahr aufgelaufenen Haushaltsüberschuss in Höhe von knapp 160000 Euro. Das Geld wird der Rücklage zugeführt und steht jetzt für Investitionen zur Verfügung.
Schließlich verabschiedete Bürgermeister Czekalla die ausscheidenden Ratskollegen Walther Viebrock und Ortwin Lilienthal, die wie er selbst nicht erneut kandidiert hatten, sowie Helmut Plötz und Udo Stuhlemmer. Sie hätten Anteil daran, dass die Wahlperiode „eine sehr gute“ war.

ZZ 14.10.2016