Sicherheitsdienst in Rhade bewährt sich - ZZ 24.02.2016

Sicherheitsdienst in Rhade bewährt sich

Unbekannte flüchten nachts vom Grundstück einer Flüchtlingsunterkunft vor Wachleuten
RHADE.

Nichts ist passiert: Dennoch beschäftigte sich der Rhader Gemeinderat am Montagabend mit einem Vorfall, der sich vergangene Woche nachts vor einer Unterkunft für Flüchtlinge im Ortszentrum zutrug.
Dort sei zu später Stunde ein Wagen auf das Grundstück des ehemaligen Hotels gefahren und ein Beifahrer sei ausgestiegen. Als der im Auftrag der Samtgemeinde etablierte Sicherheitsdienst, der die Rhader Einrichtungen für Flüchtlinge im Auge behält, daraufhin das Licht einschaltete und vor die Tür trat, sei der Beifahrer zu Fuß geflüchtet und der Fahrer des Wagens mit Vollgas davon gefahren. „Es war gut, dass wir diese Sicherheitsleute haben“, sagte Bürgermeister Thomas Czekalla dem Rat. Denn wer sich derart verdächtig verhalte wie die beiden Unbekannten, der führe womöglich nichts Gutes im Schilde. Der Bürgermeister unterstrich: „Mein Eindruck ist, dass wir keine Probleme mit Flüchtlingen haben.“ Das bestätigte Ratsherr Helmut Plötz: Er habe beim Sport mit Flüchtlingen zu tun, und das sei angenehm. Bei dieser Gelegenheit verwies Thomas Czekalla abermals auf den engagierten Rhader Helferkreis für Flüchtlinge: „Den Helfern kann man gar nicht genug danken.“
Die Selsinger Ordnungsamtsleiterin Antje Voß bestätigte gestern auf Anfrage der ZZ den Vorfall und befand: „Die Sicherheitsfirma hat sich schon bewährt.“ Sie sei im Einsatz, weil in Rhade die Zahl von Flüchtlingen relativ hoch sei. Diese verhielten sich bisher vorbildlich, betont Antje Voß. Die Wachleute sollen bei allen Beteiligten für ein sicheres Gefühl sorgen. Sie hätten in Rhade alle Objekte im Blick. (Ih) ZZ 24.02.2016