Sechs Orte auf dem Weg zu einem Ziel - ZZ 29.05.2013

Sechs Orte auf dem Weg zu einem Ziel - ZZ 29.05.2013

 

Sechs Orte auf dem Weg zu einem Ziel - ZZ 29.05.2013

Rockstedt. Fünf der acht Gemeinden aus der Samtgemeinde Selsingen profitieren von der Verbunddorferneuerung. Jetzt starten auch die verbliebenen drei Gemeinden einen Versuch, für die nächste Förderperiode in das Programm aufgenommen zu werden. Indes: Jetzt muss es schnell gehen. Bis zum 31. Mai sind die Antragsunterlagen einzureichen. Von Lutz Hilken

Die Gemeinden Rhade und Ostereistedt hatten signalisiert, gemeinsam an ihrer Zukunft zu arbeiten. Das ist keine zwei Wochen her. Am Montagabend folgte eine zweite gemeinsame Sitzung der Gemeinderäte, diesmal im Rockstedter „Haus im Löh“. Nicht nur das: Auch Vertreter der Gemeinde Seedorf waren jetzt dabei.

Damit sind jetzt drei Gemeinden mit sechs Dörfern dabei, sich für das Vorhaben zu bewerben. Bei Planer Andreas Ackermann laufen die Fäden zusammen. Der stellte fest, dass die Arbeit in den Gemeinden unterschiedlich weit vorangeschritten ist. Die Rhader etwa hätten mit ihrer Initiative für den Dorf-Treff im ehemaligen „Jägerhaus“ bereits sehr viel Arbeit investiert, während das Vorgehen in den anderen Gemeinden nicht so weit gediehen sei.

Nach Auskunft des Amtes für Landentwicklung in Verden liegen dort vier Bewerbungen für die Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm vor, sagte Andreas Ackermann. „Unsere wäre die Fünfte.“ Vielleicht gebe es weitere aus anderen Gemeinden, die bisher nicht bekannt sind. Jedes Amt könne im Durchschnitt 1,3 Bewerbungen für die Aufnahme in die Verbunddorferneuerung vorschlagen. „Daher sind die Chancen eher gering“, räumte der Planer ein. Trotzdem hätten die Beteiligten abgesprochen, die Aufnahme bis Freitag zu beantragen.

„Arbeit nicht vergebens“
Andreas Ackermann verdeutlichte, der Weg von der Entscheidung bis zur Abgabe des Antrags sei für die drei Gemeinden Rhade, Ostereistedt und Seedorf sehr kurz. Die Arbeit indes sei nicht vergebens. „Aus unserer Sicht ist es eher als Startschuss zu sehen“, um eventuell im nächsten Jahr entsprechend vorbereitet aufgenommen zu werden. Er wolle die Hoffnung nicht zu sehr schüren. Alle Beteiligten sollten im Hinterkopf behalten, dass eine detaillierte Planung nach der Aufnahme erfolge. Die sei Grundlage der Förderung. Die Zielrichtung der Dorferneuerung sei nicht mehr die Dorfverschönerung, sondern „Unser Dorf hat Zukunft“.

Fred Bollmeier aus Rhade regte diesbezüglich etwa an, ein gemeinsames Ernergiekonzept als Verbund zu erarbeiten. „Biogasanlagen gibt es hier ja genug.“ Auch eine Aufzeichnung über schon jetzt oder zukünftig leerstehende Gebäude sei als Hilfestellung denkbar, hieß es von anderer Seite. „Man muss Antworten haben für die Entwicklungen, die kommen“, stimmte Andreas Ackermann zu.

Punkt für Punkt gingen Ratsmitglieder und Rhader Dorftreff-Akteure die Bewerbungspunkte durch, schrieben Stärken und Schwächen der Gemeinden, Kooperationen zwischen den Dörfern, Ideen und Visionen nieder.

„Dörfernetzwerk am Rummeldeisbeek und Ostetal“: Unter diesem Titel soll die Bewerbung nach einem weiteren Treffen morgen in Godenstedt abgegeben werden. Rhades Bürgermeister Thomas Czekalla dankte allen Beteiligten und betonte: „Es geht um unsere Zukunft, da müssen wir alle an einem Strang ziehen.“ Artikel vom 29.05.13