Rhader Kita-Kleingruppe soll auslaufen - ZZ 31.01.2015

Rhader Kita-Kleingruppe soll auslaufen

Sozialausschuss der Samtgemeinde Selsingen empfiehlt neue Zuschussregelung für Kindergarten

SELSINGEN. Nach den Differenzen zwischen der Gemeinde Rhade und der Samtgemeinde Selsingen um die Zukunft der Kleingruppe des Rhader Kindergartens haben sich die Wogen geglättet.
Nach dem Rhader Gemeinderat befasste sich am Donnerstagabend der Sozialausschuss der Samtgemeinde Selsingen mit dem Thema. Am Ende stand die Empfehlung, die Bezuschussung der Kindertagesstätte entsprechend dem in der Samtgemeinde üblichen Niveau zu regeln.
Kurz ging Samtgemeindebürgermeister Hans-Hinrich Pape auf die Entwicklung ein, dass die voll besetzte zehnköpfige Rhader Kleingruppe nach Auffassung der Samtgemeinde zum nächsten Kita-Jahr hätte geschlossen werden müssen, um den benachbarten Ostereistedter Kindergarten besser auszulasten. Dagegen wehrten sich jedoch viele Eltern.
Nach einem klärenden Gespräch zwischen Repräsentanten der Gemeinden Rhade und Ostereistedt sowie der Samtgemeinde sei Einigkeit erzielt worden, dass die Kleingruppe bis zum Sommer 2016 betrieben werden solle. „Sie soll langsam auslaufen“, so Hans-Hinrich Pape, weil der Bedarf für Kinder aus der Gemeinde Rhade dann nicht mehr vorhanden sei und dafür geworben werden solle, dass Kinder aus Ostereistedt im Ostereistedter Kindergarten untergebracht werden sollten.
Besuchen Ostereistedter Kinder die Krippe in Rhade, sollten diese nicht mehr automatisch in den dortigen Kindergarten wechseln können, sondern es gelte dafür zu werben, die Einrichtung in Ostereistedt zu besuchen, erläuterte Hans-Hinrich Pape.

„Problem gelöst"
Da die Nachfrage nach Krippenplätzen in Rhade dagegen eher gering ist, solle auch für diese Einrichtung verstärkt geworben werden. Gemeinsam hätten sich alle Gesprächspartner darauf geeinigt, dass die Rhader Kleingruppe bis Mitte 2016 bestehen bleibt, dann aber wohl ihre Türen schließt. „Damit ist das Problem gelöst“, befand Hans-Hinrich Pape. Anhand einer Hochrechnung erläuterte er die Erstattung der Samtgemeinde an den Kindergarten Rhade, die nun gleichgestellt werden soll mit den anderen Einrichtungen in der Samtgemeinde.
Ausschussvorsitzende Ulrike Ringen freute sich über den Kompromiss und dass die Zahlen nunmehr nachvollziehbar seien. Die Zahlungsmodalitäten empfahl das Gremium einstimmig. Ratsfrau Thea Tomforde erwähnte, sie halte es für wichtig, dass in allen acht Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde eine Kita erhalten bleibt. Wobei Hans-Hinrich Pape verdeutlichte, dass es nicht tabu sein dürfe eine Einrichtung zu schließen, wenn sich diese nicht mehr wirtschaftlich vertretbar betreiben lasse. (Ih) ZZ 31.01.2015