Rhade investiert in Lampen - ZZ 05.03.2013

 

Rhade investiert in Lampen

Rhade. Die Gemeinde Rhade will in diesem Jahr die Straßenbeleuchtung modernisieren. 166 Lampen sollen auf die energiesparende LED-Technik umgerüstet werden. Dafür stehen 100 000 Euro im Etat-Entwurf bereit, den der Rat jetzt einstimmig befürwortete. Kreditaufnahmen sind im Haushaltsplan nicht vorgesehen. Von Lutz Hilken

Die gute Nachricht vorweg: Die Grund- und Gewerbesteuer bleibt stabil, eine Erhöhung ist nicht vorgesehen. Weniger erfreulich: Der Haushalt der Gemeinde ist nicht ausgeglichen, weist im Ergebnis ein Minus von rund 130 000 Euro aus.
„Das schreckt zwar im ersten Moment“, bekannte Bürgermeister Thomas Czekalla während der jüngsten Ratssitzung. Gleichwohl habe die Gemeinde das Geld über, sie verfüge über einen Rücklagenbestand von rund 250 000 Euro und müsse keinen Kredit aufnehmen. Das Minus entsteht vor allem aufgrund hoher Umlagen auf deutliche Steuermehreinnahmen in den Vorjahren und aufgrund geplanter Straßen- und Wegeunterhaltungsmaßnahmen.


In Rhadereistedt etwa ist geplant, mehrere Wirtschaftswege mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 24 000 Euro zu sanieren, die Hälfte getragen von den Jagdgenossen. Zum Zeitpunkt der Sitzung stand deren Zustimmung indes noch aus. In Rhade wiederum habe die Jagdgenossenschaft bereits zugestimmt, insgesamt 25 000 Euro in die Wirtschaftswege zu stecken, jeweils zur Hälfte finanziert von der Gemeinde und den Jagdgenossen.


Darüber hinaus plant die Gemeinde Reparaturen an Gemeindestraßen. Die kostenträchtigste mit 55 000 Euro ist die Sanierung der Bahnhofstraße in Rhadereistedt vom Schießstand bis zur Einmündung zur Industriestraße.

100 000 Euro stehen im Etat-Entwurf bereit für die Modernisierung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde. Damit hofft die Kommune, ihre jährlichen Stromkosten von rund 10 000 auf bald 6000 Euro zu senken. Nach dem Vorbild von Ostereistedt ist zudem für 4000 Euro vorgesehen, in Rhade und Rhadereistedt neue Ortstafeln aufzustellen. Und auch der Rhader Ortsmittelpunkt soll in Höhe des Busbahnhofs mit Bänken, Fahrradständer, Pflasterung am ehemaligen Telefonhäuschen und weiteren Maßnahmen in Schuss gebracht werden. Rund 12 000 Euro sind für Maßnahmen am Rhader Kindergarten vorgesehen, unter anderem für das Streichen von Fenstern, Flur und Gruppenräumen. Für das „Jägerhaus“ stehen 5000 Euro für die laufende Unterhaltung und die bereits erledigte Müllbeseitigung bereit. Auch die Planung halbanonymer Gräber und die Unterstützung der örtlichen Vereine ist weiterhin vorgesehen.

Haupteinnahmequellen der Gemeinde sind die Grundsteuern (173 000 Euro), die Gewerbesteuer (voraussichtlich 270 000 Euro) sowie der Gemeindeanteil an der Einkommens- und an der Umsatzsteuer (375 000 Euro). Davon bleibt allerdings nicht viel im Gemeindesäckel, denn für verschiedene Umlagen werden rund 690 000 Euro fällig. Der Schuldenstand sinkt im Laufe des Jahres voraussichtlich auf 228000 Euro. Thomas Czekalla wertete die Haushaltslage als „zufrieden stellend bis gut“. Der Rat stimmte dem Etat-Entwurf einhellig zu. ZZ, Artikel vom 05.03.13