Neues Buch über Rhade - ZZ 29.10.2015

Neues Buch über Rhade - ZZ 29.10.2015

Neues Buch über Rhade

Käthe Bösch stellt 376 Seiten starkes Druckwerk im Gemeinderat vor

 

RHADE. Wenn alles klappt, dann soll es rechtzeitig zum Rhader Weihnachtsbasar in wenigen Wochen erhältlich sein. Die Rede ist von einem 376 Seiten starken Buch über „Rhade - Häuser und Höfe und ihre Besitzer und Vorbesitzer“. Worum es dabei inhaltlich geht, das erläuterte Initiatorin Käthe Bösch aus Rhade am Dienstagabend dem Gemeinderat.
Rund drei Jahre lang trug sie in Privatinitiative Bilder, Daten und kleine Geschichten zusammen. Was sie dazu bewögen hat, ein Stück Dorfgeschichte zusammenzustellen? Alte Briefe aus der Zeit von 1895, die zwei Schwestern und deren Schwägerin an ihre zuvor in die USA ausgewanderte Freundin Gesine Ringen schrieben, so Käthe Bösch.
Ein Teil der Briefe sei rund 90 Jahre später über Umwege in die Hände ihres Schwiegervaters gelangt. „Als dieser verstarb, fand ich sie in seinen Unterlagen. Ich machte mich daran, die Handschriften zu entziffern und neu aufzuschreiben.“ Dabei habe sie viel über das damalige Dorfleben gelernt. Käthe Bösch: „Beim Lesen der Briefe entstand in mir der Wunsch, mehr über die Personen und ihre Besitzverhältnisse aus jener Zeit zu erfahren/' Also begann sie zu recherchieren, von Haus zu Haus Informationen einzuholen. Einen Eindruck des umfangreichen Ergebnisses präsentierte sie nun dem Gemeinderat. „Ich finde es toll, dass wir es als Erste zu sehen bekommen“, sagte Bürgermeister Thomas Czekalla. Es gehe im Rat nicht um Zuschüsse für das Projekt, sondern um „moralische Unterstützung“.
So zeigte Käthe Bösch den Ratsmitgliedern und Besuchern per Beamer einige Seiten mit Schwarz-Weiß-Bildern und Texten, etwa von der Hauptstraße oder der Kurzen Straße. Häuser, die heute zum Teil gar nicht mehr stehen, auch Bilder von deren Bewohnern, kleine Geschichten und Informationen kamen so zusammen. Die Auflage beträgt 200 Exemplare.
Es sei deutlich, dass dieses Vorhaben sagenhaft viel Arbeit gekostet habe, erkannte Thomas Czekalla. Der Rat werde den Vertrieb des Buches, dessen Verkaufspreis noch nicht feststeht, mit unterstützen, versicherte er. Käthe Bösch ist zufrieden mit dem Ergebnis und freut sich: „Es hat mir richtig Spaß gemacht“, sagte sie gestern im Gespräch mit der ZZ. „Ein tolles Projekt." (Ih) ZZ 29.10.2015