"Jägerhaus" jetzt präsentabel - Tag der offenen Tür ZZ 02.03.2013

"Jägerhaus" jetzt präsentabel - Tag der offenen Tür ZZ 02.03.2013

 

"Jägerhaus" jetzt präsentabel - Tag der offenen Tür ZZ 02.03.2013

Rhader Initiativgruppe kündigt "Tag der offenen Tür" für den 27. April an - Heute Dorfladenbesichtigung


Rhade. Die Zukunft des ehemaligen „Jägerhauses“ in Rhade ist unklar. Vom Abriss bis zur Nutzung als Dorfgemeinschaftshaus mit Dorfladen ist vieles denkbar. Die sich um den Erhalt des Gebäudekomplexes bemühende Initiativgruppe hat Ideen und geht zielgerichtet vor, um möglichst schnell eine tragbare Lösung zu finden. Für den 27. April plant sie einen „Tag der offenen Tür“. Von Lutz Hilken

 


Der Rhader Gemeinderat befasste sich am Donnerstagabend mit dem im Ortskern leer stehenden früheren Gasthof. Bürgermeister Thomas Czekalla dankte den freiwilligen Helfern, die sich im Februar an einer Aufräumaktion im „Jägerhaus“ beteiligt haben. „Es sieht jetzt so aus, dass man es zeigen kann“, sagte der Bürgermeister über das Gebäude.

Im Namen der Initiativgruppe gaben Rolf Heinz und Horst Schäfer den Kommunalpolitikern einen detaillierten Zwischenbericht über die Aktionen rund ums „Jägerhaus“. Sie erinnerten an die Umfrage zur Zukunft des Areals, an die Gründung verschiedener Ausschüsse, an eine Bürgerversammlung sowie die Aufräumaktion und kündigten weitere Schritte an. So ist am heutigen Sonnabend die Besichtigung eines Dorfladens in Otersen vorgesehen, an der 28 Bürger teilnehmen. Hintergrund: Auch in Rhade wird erwogen, einen solchen Laden im „Jägerhaus“ einzurichten. Am „Tag der offenen Tür“ im April möchte die Initiativgruppe alle Interessierten anhand von Stellwänden über alle bisherigen und die für die Zukunft geplanten Aktivitäten informieren.

Horst Schäfer bat den Gemeinderat, bis zur Entscheidung über eine zukünftige Nutzung nichts von den bewusst zurückgestellten Einrichtungs- und Gebrauchsgegenständen ohne Rücksprache mit der Arbeitsgruppe wegzugeben. Das beziehe sich unter anderem auf Bücher und Gläser.

Die Repräsentanten der Initiativgruppe übergaben dem Rat eine Liste mit Maßnahmen zur Bestandssicherung des Gebäudes und verbanden dies mit der Bitte, derzeit keine größeren Reparaturen in Angriff zu nehmen, weil sie gegebenenfalls förderungswürdig sein könnten. Für wichtig halten es Horst Schäfer und Rolf Heinz auch, etwa zum „Tag der offenen Tür“ potenzielle Betreiber einer Einkaufsmöglichkeit oder einer Gaststätte einzuladen.

„Um keine kostbare Zeit zu verlieren, plant der Trägerausschuss zeitgleich Modelle – zum Beispiel ein Verein in Kombination mit einer Betreibergenossenschaft – zu prüfen und alternativ als Vorlage beziehungsweise Förderungsantrag auszuarbeiten.“ Dazu diene etwa auch der heutige Besuch in Otersen.

Und: „Um die Chance einer möglichen Förderung zu erhöhen“, könnten behördliche Entscheidungsträger zu einem Termin im Anschluss an den „Tag der offenen Tür“ nach Rhade eingeladen werden, hieß es. Die Initiativgruppe erwarte vom Gemeinderat, „dass Veräußerungen, Verpachtungen und sonstige vertragliche Bindungen ohne Rücksprache mit der Arbeitsgruppe nicht geschehen.“ Die Kommunalpolitiker nahmen den Bericht wohlwollend zur Kenntnis.
ZZ Artikel vom 02.03.13