Tag der offenen Tür im Jägerhaus - 27.04.2013

Tag der offenen Tür im Jägerhaus - 27.04.2013

 

 

Großes Interesse am Tag der offenen Tür in Rhade

Viele Bürger informieren sich über Pläne für Dorfladen und Treffpunkt im ehemaligen „Jägerhaus" - „Ein Integrationsfaktor"


RHADE. Für einen Tag kehrte am Sonnabend im ehemaligen „Jägerhaus“ in Rhade wieder Leben ein in den Saal des seit 2010 geschlossenen Gasthauses. Auf Stellwänden präsentierten die Arbeitsgruppen ihre Pläne für das Haus, das - wenn der Gemeinderat zustimmt - zu einem Dorfladen und Treffpunkt für alle Rhader werden soll. Das Interesse der Bürger an diesem Projekt war groß.

Die Arbeitsgruppe „Jägerhaus“, bestehend aus Horst Schäfer, Dieter Spreckels und Rolf Heinz sowie den Ratsmitgliedern Fred Bollmeier und Helmut Plötz, zeigte hier, dass ihre Vision vom zukünftigen Jägerhaus Hand und Fuß hat und dass sie die Bürger mitnehmen will auf dem Weg in die Zukunft. Das fängt schon damit an, dass alle Besucher am Eingang aufgefordert wurden, Namensvorschläge für das künftige Zentrum des Dorfes zu machen.

Aber es ist nicht bei dieser einen Arbeitsgruppe geblieben. Es wurden zudem Ausschüsse gebildet, die sich um Ideen und Planung bestimmter Fragen kümmerten. So etwa ein Lenkungsausschuss, ein Nutzungsausschuss und ein Ausschuss für die Bauplanung. Heinz: „Wir sind froh, dass wir für die Bauplanung Hartmut Brix und Erika von Maltzahn gewinnen konnten.“


 

Bürgerversammlung im Mai?
Präsentiert wurde nun auf den Stellwänden der derzeitige Stand der Planungen in den jeweiligen Ausschüssen. Im Mai ist die Vorstellung des Planungskönzeptes vor dem Gemeinderat geplant. Wenn dieser zustimmt, soll am 13. Mai eine erneute Bürgerversammlung stattfinden.


Was haben die Rhader genau vor? Das Nutzungskonzept sieht drei Säulen vor: Dorfladen, Dorfgemeinschaftshaus und Dienstleistungssäule wie etwa eine Lottostelle oder Wäscheannahme. Mit ins Boot soll aber auch der Arbeitskreis „Zukunft für Rhade - Hilfe von Bürgern für Bürger“.

Stehen die Besucher dem Projekt offen gegenüber? „Auf jeden Fall“, sagt Thorsten Glinsmann.„Davon kann das Dorf nur profitieren.“ Anja Koppenhagen meint: „Wir würden uns alle freuen, wenn es wieder einen Dorfmittelpunkt gibt. Und es kann der Gemeinschaft auch nicht schaden, wenn man gemeinsam arbeitet.“ Der jungen Marie ist es zunächst „egal“, aber dann sagt sie, dass ihr das Kegeln Spaß macht und sie hier gern kegeln würde. Auch für Kinder und Jugendliche sei es gut, wenn sie sich hier treffen könnten statt an der Bushaltestelle, findet Janine Glinsmann.

Sabine Völker lobt den Einsatz der Organisatoren. „Das ist ein toller Schubs für die Dorfgemeinschaft und eine Perspektive für die Zukunft und die Lebensqualität.“ Dem stimmt auch Tanja Seegats zu. Die beiden sind sich jedoch auch einig, dass noch einige Herausforderungen bleiben. Tanja Seegats fragt sich beispielsweise, „ob man den Muffgeruch herauskriegt“. Aber die beiden zugezogenen Rhaderinnen „können die Vision mittragen.“ Und plötzlich stellt Seegats fest: „Für uns beide ist dieses Projekt eigentlich sogar ein Integrationsfaktor. Wir sind jedesmal gekommen, wenn hier aufgeräumt wurde.“ (ZZ, 25.04.2013, rsk) Fotos vom Tag der offenen Tür findet Ihr in der Fotogalerie.