Gleicher Zuschuss bei gleichen Gebühren - ZZ 12.02.2011

Gleicher Zuschuss bei gleichen Gebühren

Gemeinde Rhade möchte mehr Geld für Kindergarten - Ausschuss fordert dafür einheitliche Staffelung


SELSINGEN. Das Thema beschäftigte zuletzt den Ostereistedter Gemeinderat: Im Kindergarten in Ostereistedt bleiben derzeit viele Plätze frei, der Fortbestand der Einrichtung steht auf der Kippe (die ZZ berichtete).
Da passte es, dass der Kindergarten Rhade, den einige Ostereistedter Eltern auf Grund niedrigerer Gebühren ihrem örtlichen vorziehen, jetzt bei der Samtgemeinde einen Antrag auf höhere Fördergelder gestellt hat. Folglich musste sich am Mittwochabend auch der Sozialausschuss der Samtgemeinde mit der Thematik befassen.
Hintergrund ist, dass der Kindergarten Rhade, im Gegensatz zu den restlichen Kindergärten in der Samtgemeinde, entsprechend der Kinderspielkreis-Abrechnun-gen bezuschusst wird. Das liegt daran, dass es zum Zeitpunkt, als aus dem Rhader Spielkreis ein Kindergarten wurde, ausschließlich Kinderspielkreise in der
Samtgemeinde gab. „Es gab keine vergleichbaren Ausgaben/Einnahmen für einen Kindergarten“, erläuterte Samtgemeindebürger-meister Werner Horchers den Mitgliedern des Sozialausschusses. Mittlerweile seien aber auch Kindergärten in Haaßel, Seedorf und Ostereistedt eingerichtet, so dass eine vergleichbare Größe vorhanden wäre. Problem: Der Kindergarten Rhade samt Krippe wird nicht von der Samtgemeinde, sondern von der Gemeinde Rhade betrieben.
„Wenn der Zuschuss so sein soll, wie bei den anderen Kindergärten, dann muss auch die Gebühr einheitlich sein“, gab Ratsherr Klaus Jürgen Blanck zu bedenken. Grund für den Einwand: In Rhade liegen die Einkommensgrenzen bei der Staffelung der Kindergartengebühren höher, die Sätze hingegen sind niedriger.
So zahlen beispielsweise Eltern mit einem Jahreseinkommen von 35000 Euro in Rhade 102 Euro
monatlich pro Kind, im Kindergarten Ostereistedt sind es 142 Euro. „Mit ein Grund, warum in Ostereistedt viele Plätze frei sind. Wegen der niedrigeren Gebühren schicken einige Eltern ihre Kinder nach Rhade“, war der Tenor im Ausschuss.
Ausschussvorsitzende Gerda Brinkmann erläuterte, dass eine Entscheidung über eine Gebührenänderung in Rhade Sache der Gemeinde Rhade sei. Werner Bo-
chers bestätigte das: „Dieser Ausschuss wäre nur zuständig, wenn der KiGa Rhade von der Samtgemeinde betrieben würde. Es wäre zu überlegen, dass die Samtgemeinde den Kindergarten übernimmt.“ Das aber sei unwahrscheinlich, er sei ein „Rhader Kind“.
Der Ausschuss einigte sich, in Sachen Zuschuss und Gebühren das Gespräch mit der Gemeinde Rhade zu suchen, (bz/alg)


Kindergartenplätze in der Samtgemeinde Selsingen

In der Sozialausschusssitzung der Samtgemeinde Selsingen hat Ordnungsamts-leiterin Freya Söchtig die Belegungs-Statistik der Kindergärten und Spielkreise in der Samtgemeinde vorgestellt. Fazit: Von insgesamt 324 Plätzen sind derzeit „leider nur" (Söchtig) 270 belegt. Wie die Ordnungsamtsleiterin berichtete, werde sich daran auch in naher Zukunft nichts ändern. „Die Kinderzahlen werden konstant bleiben und sich bei 280 einpendeln"# prophezeite Freya Söchtig mit Blick auf die Kinderstatistik der Samtgemeinde.
Die Belegung der Kindergarten- und Spielkreise in der Samtgemeinde im Detail: Spielkreis Anderlingen: 30 Plätze/23 belegt Spielkreis Deinstedt: 21/21, Spielkreis Farven: 20/20, Kindergarten Ostereistedt: 25/12,Kindergarten Rhade: 40/38, Spielkreis Sandbostel: 25/24, Kindergarten Seedorf: 25/14, Kindergarten Selsingen: 68/68, Spielkreis Selsingen: 20/20, Kindergarten Haaßel: 50/30.