Fragebogen zum Dorfladen im Briefkasten - ZZ 30.08.2013

Fragebogen zum Dorfladen im Briefkasten - ZZ 30.08.2013

Fragebogen zum Dorfladen im Briefkasten

Rhade. Hat ein Dorfladen in Rhade eine Chance? Darüber soll eine Machbarkeitsstudie Aufschluss geben. Dazu gehört eine Umfrage zum Einkaufsverhalten der Bürger. Einwohner aus Rhade und Rhadereistedt bekommen in diesen Tagen Post mit der Bitte, einen bewusst anonymisierten Fragebogen zu beantworten. von Lutz Hilken

 

Die Machbarkeitsstudie ist zwingend notwendig, um die Chance auf öffentliche Zuschüsse zu erhalten. Hintergrund ist das Bestreben, im ehemaligen „Jägerhaus“ einen Dorftreff sowie ein Lebensmittelgeschäft zu etablieren. Die Planungen für den Dorfladen sind weitgehend abgeschlossen, ein leistungsfähiger Lieferant ist laut „Arbeitskreis Zukunft Rhade“ gefunden. Jetzt geht es darum zu ermitteln, ob sich das Vorhaben tatsächlich rechnen würde.

Die Umfrage soll entscheidende Daten liefern, ob das Vorhaben zu optimistisch oder tatsächlich realisierbar ist. Zu beantworten gilt es Fragen wie: „Würden Sie im Dorfladen einkaufen?“ Und wenn ja: „Was ist für Sie besonders wichtig?“ Wie oft und zu welchen Zeiten würden die Bürger dort einkaufen wollen? Aber auch: „Wie würden Sie sich am Dorfladen beteiligen?“ Und: „Welche Dienstleistungen im Dorfladen wünschen Sie sich?“

Um die Erhebung auf eine breite Basis zu stellen, benötigen die Initiatoren eine möglichst hohe Rücklaufquote. Käme etwa nur jeder 4. Fragebogen zurück, wäre das „ein Schlag ins Gesicht“, verdeutlicht Dieter Spreckels vom Arbeitskreis. Ihm ist wie allen anderen Beteiligten daran gelegen, den Bedarf realistisch einschätzen zu können.

„Wir wollen uns nichts vormachen. Wir wollen wirklich wissen, ob sich der Laden rechnen könnte“, betont sein Mitstreiter Horst Schäfer. Die Anonymität der Inhalte ist gewährleistet, verspricht er. Wichtig ist allen Initiatoren, dass die Einwohner die Fragebögen unbeeinflusst ausfüllen.

Bis zum 16. September sollte das Papier daher in verschlossenen Umschlägen zurückgegeben oder gesendet werden, um sie bis Ende September/Anfang Oktober auswerten zu können. Das Ergebnis soll im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt werden.

Dieter Spreckels ist voller Hoffnung, sich aber auch bewusst: „Wenn es zu keinem Dorfladen käme, wäre es geradezu ein Fiasko.“ Erklärend fügt Horst Schäfer hinzu: „Wir glauben, dass sich eine Dorfgemeinschaftseinrichtung nur in Verknüpfung mit einem Dorfladen trägt.“ ZZ Artikel vom 30.08.13