Elternwille hat Vorrang bei Kita-Belegung - ZZ 27.12.2013

 

Elternwille hat Vorrang bei Kita-Belegung

RHADE. Vor dem Hintergrund, dass in der Samtgemeinde Selsingen 52 Kita-Plätze unbelegt sind, davon allein 14 in Ostereistedt, und die Samtgemeinde eben diese Belegung effizienter gestalten möchte, kam das Thema jetzt erneut im Rhader Gemeinderat zur Sprache. Bürgermeister Thomas Czekalla berichtete dem Rat über ein Gespräch bei der Samtgemeinde, bei dem die Standpunkte ausgetauscht worden seien. Rhade vertrete die Ansicht, Eltern hätten das Wahlrecht: „Ihnen steht frei, wohin sie ihre Kinder schicken.“
Die Gemeinde Rhade warte zunächst bis zum 15. Februar auf die Anmeldezahlen für den Kindergarten. Ergebe sich dann, dass weniger Kinder als erwartet angemeldet seien, könne die 15-köpfige Kleingruppe eventuell auf zehn Plätze reduziert werden. Im Rahmen eines Gespräches mit Eltern solle zudem geklärt werden, ob sie ihre Kinder freiwillig im Ostereistedter Kindergarten unterbringen würden. Wenn ja, sei das in Ordnung. Wenn nicht, blieben sie in der Rhader Kita.


Kein Kind wird weggeschickt
Auf keinen Fall werde es die Gemeinde zulassen, dass Rhader Kinder aufgrund einer Grüppen-schließung nach Ostereistedt geschickt würden. Außerdem stellte der Bürgermeister klar: Niemand werde aus der Rhader Kita verwiesen. Und sollte die Kleingruppe auf zehn Plätze reduziert werden, könnten eventuell die Öffnungszeiten verlängert werden.
Auch Ratsherr Fred Bollmeier bezog eindeutig Stellung: „Rausgeschmissen wird hier keiner.“ Der Eltemwille sei entscheidend. Fazit: Die Gemeinde wartet die Anmeldezahlen ab und entscheidet dann nach einem Elterngespräch, ob alles beim Alten bleibt oder ob die Kleingruppe auf zehn Plätze reduziert wird - wobei die Gemeinde dann eine längere Öffnungszeit anstrebt. (Ih) ZZ 27.12.2013