In eigener Sache

25.03.2017 12:58

Ich wurde gefragt, ob ich wüsste, wie in diesem Fall geholfen werden könnte. Vielleicht wisst Ihr ja Rat?

 

 

Hans-Wilhelm Hastedt    27419 Sittensen, 25.03.2017
Superintendent i.R.    Am Waldbad 22
Tel.: 04282/508357
e-mail: h.w.hastedt@gmx.de


Hans-Wilh. Hastedt, Am Waldbad 22, 27419 Sittensen



Nokolai Lippin (geb. 06.03.1971)

ist ein ungewöhnlich begabter Russlanddeutscher. Er ist seit fast 16 Jahren in Zeven beim Schlachthof fest angestellt – und nun droht die Arbeitslosigkeit.

Er ist Russlanddeutscher, spricht Deutsch – aber nicht fließend, versteht alles. Er hat keine abgeschlossene Ausbildung, war aber in Russland nach einer „kleinen“ Ausbildung als Elektriker und Schweißer tätig. Er macht eigentlich alles, fummelt sich rein. Er

ist fleißig,
ist belastbar,
ist wenig krank,
ist ausgesprochen arbeitswillig,
ist verheiratet,
hat zwei Söhne, beide inzwischen in der Ausbildung (Elektriker und Installateur der eine,  Kaufmann der andere),
seine Frau ist gelernte Krankenschwester und arbeitet derzeit in der hiesigen Diakoniestation,
er hat eine knapp einjährige Ausbildung gemacht für die Arbeit im Schlachthof,
wohnt in unserer Straße im eigenen Haus, das er nach und nach umgebaut und auf neuesten Stand gebracht hat,
sucht Arbeit.

Ich denke, für so etwas wie Hausmeister (= Alleskönner) ist er eine ideale Besetzung. Er ist jung genug (Jahrgang 71), dass er auch eine weitere Ausbildung absolvieren könnte (Umschulung). Er wird sich alle Mühe geben, es seinem künftigen Arbeitsgeber recht zu machen. In Zeven (Schlachthof) hat er oft 50 und mehr Stunden pro Woche gearbeitet, manchmal 12 Stunden am Tag.

Warum ich mich für ihn einsetze?
Weil er unser Nachbar ist (vier Häuser weiter),
weil ich seine Hilfsbereitschaft kennengelernt habe,
weil seine Frau uns in unserem Haushalt seit Jahren hilft, und vor allem:

Weil es ein Jammer wäre, wenn so ein Potential ungenutzt bliebe.

Meint Hans-Wilhelm Hastedt